“If you are going to San Francisco be sure to wear some flowers in your hair….”
Ok, Bluemchen hatte auch diesmal keiner von uns ins Haar gesteckt. Aber so langsam muesste ich in der Lage sein Touristenfuehrer in San Francisco zu spielen…
Ok der Reihe nach. Am Freitag Nachmittag hatten wir uns mit Viki auf den Weg gemacht und waren Abends, gegen 2000 endlich dort. Kurz im Hotel eingecheckt (Motel 6 am Flughafen, dort noch paar Worte mit dem Personal auf Russisch gewechselt. Egal was ich spreche, mein Akzent muss wohl in jeder Sprache schrecklich sein
Jedenfalls hatte das die Dame am Schalter sofort gemerkt). Danach ging rein in das naechtliche San Francisco. Fuer den Anfang sind wir zu Twin Peaks gefahren um die Stadt von oben zu sehen. Immer wieder ein beeindruckendes Schauspiel. Dank der fast ausschliesslich rechtwinklig zueinander angelegten Strassen, sieht das wie ein ueberdimensioniertes Schachbrett aus, unterbrochen von ein paar unbebauten Huegeln.
Nach dem Ausflug in Twin Peaks Gegend (hat eine doch recht hohe Dichte an Regenbogenfahnen) und Market Street ging es ueber einen kleinen Umweg ueber Coit Tower/Telegraph Hill und Lombard Street (sollte man wirklich mal bei Nacht gemacht haben, da gibt es dann auch kein Stau davor und auch keine Spassbremsen) in den noerdlichsten Teil von San francisco, Presidio, zu der Golden Gate Bridge. Leider war der direkte Zugang zu der Bruecke gesperrt. Vielleicht ist das immer so bei Nacht, weiss ich nicht, jedenfalls mussten wir uns mit einer etwas entfernten Position begnuegen. Aber auch das hat fuer ein paar schoene Fotos gereicht. Und wegen der recht hohen Brandung wollten wir uns dort eh net lange aufhalten. Hiermit war der Freitag gelaufen. Feierabend.
Samstag (Vikis Geburtstag) ging es Morgens in die Innenstadt. Das russische Viertel in der Geary Blvd (faengt etwa bei 17th Ave an) angeschaut und dort gemuetlich gefruehstueckt und gleichzeitig Mittag gegessen. Ueber den Alamo Square mit der schoenen Aussicht auf die Skyline von San Francisco und die alten Haeuser im viktorianischem Still (denke ich zumindest so) im Vordergrund. Dann noch kurz bei der Lombard Street gewesen um sie mal bei Tag zu sehen und dort tatsaechlich Kerstin, Thomas und noch einen anderen Praktikanten getroffen. Ein bisschen gequatscht und schon ging es weiter ueber Golden Gate Park und Cliff House, wieder in die Muir Woods. Die Fahrt ueber die Bruecke und kurzer Stop auf dem Aussichtspunkt war wie immer ziemlich beeindruckend, trotz der vielen Touristen auf der anderen Seite der Bruecke. Das Gleiche gilt fuer die Spasstrecke in den Park, das Fahren auf den Serpentinen macht einfach zu viel Spass, hehe
Hier der Beweis (leider hoert man nicht das quitschen der Reifen, das naechste mal mache ich das Fenster auf):
Gluecklicherweise war in Muir Woods selbst nichts los, die Parkplaetze verweist, so gut wie keiner da. So konnten wir eine gemuetliche Runde drehen, paar Fotos schiessen und die Natur geniessen.
Als es so langsam dunkler wurde, haben wir uns auf den Rueckweg gemacht und sind in die Golden Gate National Recreation Area gefahren (Ausfahrt Sausalito, dann Links abbiegen). Wie bereits letztes Mal beschrieben, gibt es dort eine wunderschoene Aussicht auf Skyline von San Francisco und auf die Golden Gate Bridge. Beides besonders beeindruckend bei klarer Nacht.
Um den Tag entsprechend abzurunden und Geburtstag zu feiern ging es noch zum Pier 39, fuer ein leckeres Abendessen bei Bubba Gump Shrimp Company (das Restaurant gab es tatsaechlich nicht vor dem Film).
Sonntag. Hier hiess es erstmal mehr oder weniger ausschlafen und dann wieder in die Innenstadt reinfahren. Auch dieses Mal haben wir unser Auto in der Union Square Tiefgarage gelassen und sind mit dem Cable Car von dem Market Place bis zur Endstation gefahren. Die fruehe Stunde hatte sogar gewisse Vorteile gebracht, so konnten wir nach noch nicht einmal 5 Minuten Wartezeit den Platz im Cable Car aussuchen und ohne grosses Gedraenge fahren.
An der Endstation haben wir eine kleine Runde ueber den Pier und ein paar bereits geoeffneten mobilen Souvenirlaeden gemacht und sind zu Fuss nach Chinatown marschiert. Ein paar Huegel spaeter sind wir in ein richtig geschaeftiges Gewimmel von Chinatown eingetaucht. Auch am Sonntag war so ziemlich alles offen, viele Chinesen sahen aus als kaemmen sie gerade vom Grosseinkauf zurueck (zumindest der Anzahl der geschleppten Tueten nach zu urteilen). Lustigerweise waren wir fast die einzigen Europaer in dem Getummel. Dementsprechend sind wir auch von einigen etwas verdutzt gemustert worden.
Am Union Square haben wir uns mit Viki dann noch ein Paar Hot Dogs geschnappt und gemuetlich gegessen (wurde auch Zeit, irgendwie war Fruehstueck ausgefallen und das Essen in Chinatown war doch etwas zu bizar).
Gegen 1300 haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht und haben die Route ueber Highway Number 1 (ab Monterey, siehe auch den Big Sur Bericht) gewahlt. Bei wunderschoenem Wetter ging es dann and der Küste entlang wieder nach Hause….
